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Über mich

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Das Fernrohr

Meine derzeitige Ausrüstung: Auf der Montierung (5 ADN von Alt) sitzt ein 12 Zoll Newton Reflektor von Orion (UK) mit 1600mm Brennweite. Der Spiegel ist sehr hochwertig (99.2% Strehl und 97% HiLux Verspiegelung). Wenn es das Wetter zulässt und eine gute Luftruhe herrscht kann man damit sehr gut Details vor allem auf den Planeten sehen. Zur besseren Ausleuchtung des Bildfeldes bei Fotografie ist ein grösserer Fangspiegel eingebaut (75mm statt 63mm).

Der Tubus ist aus Kohlefasern. Er wiegt ohne Optik nur 6,5 Kg. Den Tubus habe ich mir von Klaus Helmerichs anfertigen lassen. Er ist etwas länger und im Durchmesser größer als der Original Tubus von Orion. Temperaturdifferenzen machen nun keine Probleme mehr, da sich das Material nicht ausdehnt oder zusammenzieht und der Fokus damit stabil bleibt. Der Tubus ist 10 cm länger als der Alte und hat nun eine “Taukappe” mit eingebaut. Bei Bedarf kann ich das Gerät auch per Wireless Lan von meinem Büro aus betreiben. Selbst die Fokussierung erfolgt über den PC. Dazu stelle ich einen Laptop in die Hütte, der alle Funktionen steuert. Laptop und Kameras baue ich danach natürlich aus Sicherheitsgründen immer wieder ab.

Der Unterbau ist eine Säule von Baader, die ich für die Stabilste auf dem Markt halte Das gesamte Fernrohr schwingt überhaupt nicht. Die Montierung trägt Geräte bis 50 KG Gewicht. Der periodische Fehler ist sehr klein, er liegt bei etwas +/- 2,5 Bogensekunden. Man kann z.B. mit einer Canon EOS mehrere Minuten durch den 12”er (1600mm Brennweite) belichten, ohne dass aus dem Stern ein “Ei” wird, und das bei DER hohen Auflösung! Die Steuerung stammt von Michael Koch (FS2). 

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Die Kamera

Z.Zt. mache ich meine Bilder mit der ALCCD 9, Eine SW Kamera mit Farb Filterrad und Koma Korrektor. Die Kamera verfügt über ein eingebautes Peltier Element und kann bis auf -50 Grad unter die Umgebungstemperatur herunter gekühlt werden. Das minimiert das Rauschen des Chips. Der Chip ist ein KAF 8300 von Kodak mit 2475 x 3448 Pixeln, die 5.4 Mikrometer “gross” sind. In dem Filterrad befinden sich ein Luminanzfilter, je ein Rot-, Grün-, Blau, sowie ein H alpha Filter mit 8 Nanometer Durchlassbreite. Vor der Kamera, am Tubus des Newton, befindet sich ein Feathertouch Fokussierer, der per Software fokussiert wird und Temperatur Kompensierung vornehmen kann. Die Nachführung erfolgt offaxis mit einer Lodestar Kamera von Starlight XPress.

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Der übliche “Kabelkram”, der mich sehr stört.

Nachführung

Nachgeführt wird offaxis, d.h. dass ein Leitstern mit einem kleinen Prisma ausgespiegelt wird, welches sich vor der Kamera und dem Filterrad befindet. Leitrohrbiegungen und daraus resultierende Abbildungsfehler gehören damit der Vergangenheit an. Abbildung mit ALCCD 9, Filterrad und Lodestar Nachführkamera.

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Ein Lüfter sorgt für schnellere Abkühlung des Spiegels

Planetenbilder mit der Webcam

Da ich überwieged Deep Sky Fotos mache, kommt die Planeten Fotografie zu kurz. Deshalb verwende ich noch eine ältere Webcam von Philips, eine Pro 740 K. Die Webcam nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erhältlicht. Das Bild unten zeigt die Webcam mit einem Okular Projektionsansatz, der zur Brennweiten Verlängerung dient. Oft ist man darauf angewiesen, wenn ein Planet auf dem Bild eine vernünftige Größe haben soll (bei Fernrohren mit relativ kurzen Brennweiten). Von lks. n. re.: Teleskopadapter, Okular, Verlängerungshülse, Reduzieradapter, Webcam mit 1,25” Adapter. Das Bild u.re. zeigt den kleinen Chip der Webcam. Mit der Software, die der Webcam beim Kauf beiliegt, kann man kurze Filme aufzeichnen (AVI Filles). Die einzelnen Bilder dieser AVI Files werden z.B. mit der Software “Giotto” gestapelt. Schlechte, unscharfe Bilder werden (je nach Verwendungsrate) automatisch entfernt. Das Resultat ist ein einzelnes, schon relativ gutes Bild. Dieses Bild wird ebenfalls mit Giotto weiterbearbeitet. Nahezu alle Parameter können beeinflußt werden, z.B. Schärfe, Kontrast usw. Die Resultate stellen alles, was vorher mit Analogen Filmen erreicht wurde, in den Schatten! Giotto kann kostenlos aus dem Internet, z.B. von der Homepage der Oldenburger Sternfreunde e.V. herunter geladen werden:

www.avos.org

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Zwischenzeitlich verwendete ich für die Mond und Planetenbilder eine Videokamera der Firma The Imaging Source, eine DBK 21AU 04.AS. Eine Farbvideokamera, die Vorteile gegenüber einer Webcam hat. So hat sie ein geringeres Rauschen, einen USB 2.0 Anschluß und die Bilder werden unkomprimiert übertragen. Bis zu 60 Bilder in der Sekunde sind möglich. Man kann auch Langzeitbelichtungen machen, wenn man will... Der Chip ist genauso groß wie bei der ToYouCam. Als allererstes Bild konnte ich die Stürme auf Saturn filmen, das Resultat ist hier zu sehen. Die Bildvergrößerung erfolgt mit dem Baader Flatfield Converter und den entsprechenden Verlängerungshülsen.