Bau einer kleinen Sternwarte

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Die Ausrüstung

Meine derzeitige Ausrüstung: Auf der Montierung (WAM 6000) sitzt ein 12 Zoll Newton Reflektor von Orion (UK) mit 1600mm Brennweite. Der Spiegel ist sehr hochwertig (99.2% Strehl und 97% HiLux Verspiegelung). Wenn es das Wetter zulässt und eine gute Luftruhe herrscht kann man damit sehr gut Details vor allem auf den Planeten sehen. Der Tubus ist aus Leichtmetall. Das ganze Fernrohr wiegt nur 16 Kg. Huckepack befindet sich ein 127 x 1200mm Refraktor von Antares, der zur Nachführkontrolle dient. Wahlweise setze ich auch zwei kleinere ED Refraktoren drauf, für Bilder von größeren Objekten wie Gasnebel usw. (Wahlweise  90mm Scopos mit 600mm Brennweite und ein 72mm Williams mit 430mm Brennweite). Bei Bedarf kann ich das Gerät auch per Wireless Lan von meinem Büro aus betreiben. Selbst die Fokussierung erfolgt über den PC. Dazu stelle ich einen Laptop in die Hütte, der alle Funktionen steuert. Laptop und Kameras baue ich danach natürlich aus Sicherheitsgründen immer wieder ab. 

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Der Unterbau ist eine Säule von Baader, die ich für die stabilste auf dem Markt halte. Das gesamte Fernrohr schwingt überhaupt nicht. Die Montierung stammt von AOK (WAM 6000). Sie wird auf Bestellung gefertigt und trägt Geräte bis 50 KG Gewicht. Der Antrieb erfolgt über Reibräder. Ein periodischer Fehler ist nicht vorhanden. Ich habe Sterne im Fadenkreuzokular beobachtet um deren Auslenkung zu bestimmen. Diese Abweichungen traten z.T. erst nach vielen Minuten auf. Man kann z.B. mit einer Canon EOS mehrere Minuten durch den 12”er (1600mm Brennweite) belichten, ohne dass aus dem Stern ein “Ei” wird, und das bei DER hohen Auflösung!.. Die Steuerung stammt von Michael Koch (FS2). Auch die Steuerung halte ich für die derzeit beste Steuerung am Markt.

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Meine CCD Kameras

Z.Zt. mache ich Bilder mit einer ALCCD 6c. Eine Farb CCD Kamera mit 3032 x 2016 Pixeln. Die Kamera wird automatisch auf -45 Grad unter die Umgebungstemperatur heruntergekühlt. Sie ist im Gegensatz zu meinen früheren SBIG Kameras sehr leicht. Dafür habe ich keinen internen Guidingchip mehr. Ich muß daher über eine zweite CCD Kamera und ein Leitfernrohr die Bilder nachführen. Dafür benutze ich einen 127 x 1200 mm Refraktor von Antares und eine Lodestar Kamera von Starlight XPress. Die Lodestar Kamera kann ich über eine Tangentialverstellung im Strahlengang bewegen, damit ich besser Leitsterne suchen kann. Das Leitfernrohr ist nicht verstellbar. Die optischen Achsen beider Fernrohre stimmen fast perfekt überein. Beide Kameras stammen von Astrolumina. Als Nachführsoftware verwende ich PHD Guiding oder Maxim DL, zur Bildaufnahme Maxim.

Planetenbilder mit der Webcam

Ich verwende für die Planetenbilder eine Philips Pro 740 K Webcam. Leider ist die Webcam nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich; Die Firma Phillips hat die Fertigung eingestellt. Das Bild oben zeigt die Webcam mit einem Okular Projektionsansatz, der zur Brennweitenverlängerung dient. Oft ist man darauf angewiesen, wenn ein Planet auf dem Bild eine vernünftige Größe haben soll (bei Fernrohren mit relativ kurzen Brennweiten). Von lks. n. re.: Teleskopadapter, Okular, Verlängerungshülse, Reduzieradapter, Webcam mit 1,25” Adapter. Das Bild o. lks. zeigt den kleinen Chip der Webcam. Mit der Software, die der Webcam beim Kauf beiliegt, kann man kurze Filme aufzeichnen (AVI Filles). Die einzelnen Bilder dieser AVI Files werden mit der Software Giotto gestapelt. Schlechte, unscharfe Bilder werden (je nach Verwendungsrate) automatisch entfernt. Das Resultat ist ein einzelnes, schon relativ gutes Bild. Dieses Bild wird ebenfalls mit Giotto weiterbearbeitet. Nahezu alle Parameter können beeinflußt werden, z.B. Schärfe, Kontrast usw. Die Resultate stellen alles, was vorher mit konventionellen Filmen erreicht wurde, in den Schatten! Giotto kann kostenlos von der Homepage der Oldenburger Sternfreunde e.V. heruntergeladen werden: www.avos.org

Zwischenzeitlich verwendete ich für die Mond und Planetenbilder eine Videokamera der Firma The Imaging Source, eine DBK 21AU 04.AS. Eine Farbvideokamera, die Vorteile gegenüber einer Webcam hat. So hat sie ein geringeres Rauschen, einen USB 2.0 Anschluß und die Bilder werden unkomprimiert übertragen. Bis zu 60 Bilder in der Sekunde sind möglich. Man kann auch Langzeitbelichtungen machen, wenn man will... Der Chip ist genauso groß wie bei der ToYouCam. Als allererstes Bild konnte ich die Stürme auf Saturn filmen, das Resultat ist hier zu sehen. Die Bildvergrößerung erfolgt mit dem Baader Flatfield Converter und den entsprechenden Verlängerungshülsen.

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